Weiterbauen. Architektur im Bestand

Nachverdichtung, Umbau und Sanierung als Zukunftsaufgabe

Der wichtigste Baustoff der Zukunft steht längst, in unseren Städten, Quartieren und Dörfern: Der Gebäudebestand ist eine der wertvollsten Ressourcen für das Bauen von morgen. Er erzählt Geschichte und bewahrt Handwerk, das vielerorts verloren gegangen ist.

Doch wie gehen wir mit diesem Erbe um? Wie schaffen wir dringend benötigten Wohnraum, ohne weitere Flächen zu versiegeln? Und wie bringen wir Klimaziele, Denkmalpflege, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität in ein Gleichgewicht?

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In dieser Veranstaltung beleuchten wir Möglichkeiten behutsamer Sanierung, mutiger Transformation und intelligenter Nachverdichtung. Ein Nachmittag über Haltung, Konzepte und konkrete Projekte.

Wir laden Architektinnen und Architekten, Planende, Bauträger und Interessierte ein, gemeinsam mit uns weiterzudenken, und Architektur als Verantwortung zu verstehen. 

Für diese Veranstaltung wurden Fortbildungspunkte bei der  Architektenkammer Baden-Württemberg beantragt.

Datum: 24.11.2026 von 14:30 bis 18:30 Uhr
Ort: Architektenkammer Baden-Württemberg, Danneckerstr. 54, 70182 Stuttgart
oder über Livestream.

Moderation:
Jakob Schoof, DETAIL
Christian Krüger, VELUX Deutschland

Referent:Innen:

  • Kim Le Roux, LXSY Architektur, Berlin
    "Never waste a good resource" 

  • Kerstin Müller, Zirkular, Basel

    "Das Neue im Vorhandenen"

  • Philipp Bilke, Studio Baukunst, Düsseldorf
    "Sample the City"

  • Tabea Huth, TU München
    "DENSITIM – Baugruppensystematik in Holz"

LXSY

 Kim Le Roux studierte Architektur an der UCT in Kapstadt und der TU Berlin. Nach Stationen in Südafrika und Äthiopien gründete sie 2015 gemeinsam mit Margit Sichrovsky LXSY Architekten in Berlin. Das Büro widmet sich dem zirkulären Planen und Bauen und wurde u. a. mit dem German Design Award, Iconic Award und FRAME Award ausgezeichnet sowie für den DAM Preis 2024 nominiert.
 



© Hanna Wiedemann

Für Kim Le Roux ist Architektur ein Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit – geprägt von ihrer Kindheit in Südafrika. Seit 2021 ist sie Mitglied im BDA Berlin, seit dem Wintersemester 2025 Gastdozentin an der TU München.

 
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Kerstin Müller ist Architektin und Geschäftsführerin der Zirkular GmbH. Davor war sie Mitglied der Geschäftsleitung der baubüro in situ ag, Basel. Zwischen 2022 und 2026 hatte sie mehrere Gastprofessuren an der KIT‑Fakultät für Architektur in Karlsruhe inne; im März 2026 wurde sie schließlich als erste Honorarprofessorin der Architekturfakultät des KIT berufen.

 

 

© Moritz Hoffmann PHOTOGRAPHY

2023 entwickelte sie gemeinsam mit Partnern den schweizerischen «CAS Zirkuläres Bauen», den sie seither co‑leitet. Seit 2024 verantwortet sie zudem das „Qualifizierungsprogramm Zirkuläres Bauen“ der Architektenkammer Baden‑Württemberg. Darüber hinaus ist Kerstin Müller Mitglied der Gestaltungsbeiräte der Städte Friedrichshafen und Chur. 

Philipp Bilke ist seit 2018 geschäftsführender Inhaber des Studio Baukunst. Zuvor war er freiberuflich für Petzinka Bilke Damm sowie für Q3 Urban Development der Gentes Gruppe tätig. Er studierte Architektur an der Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf (BA) und Baukunst bei Prof. Calle Petzinka an der Kunstakademie Düsseldorf, die er 2012 als Meisterschüler und 2013 mit dem Akademiebrief (M.A.A.) abschloss. Praktische Erfahrungen sammelte er unter anderem bei Bearth & Deplazes in Chur sowie bei Herzog & de Meuron in Basel.

© Markus Luigs

Philipp Bilke war Mitbegründer des Kunst- und Architekturkollektivs N222 und des Designkollektivs Das Gute Ding und hatte 2013 einen Lehrauftrag an der Bergischen Universität Wuppertal inne. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem BDA-Masters-Stipendium (2009), dem Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler im Bereich Architektur (2013) sowie als Kultur- und Kreativpilot Deutschland (2016).

 Tabea Huth ist Architektin und Holzbauingenieurin. Von 2021 bis 2026 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Architektur und Holzbau der TU München.
Zuvor war sie unter anderem als Projektleiterin bei Kaden+Lager tätig, wo sie innovative Holzbauprojekte wie SKAIO in Heilbronn, das erste Holzhochhaus Deutschlands, mitverantwortete.

 

 © Jamie Fischer  

Weitere praktische Erfahrungen sammelte sie als freiberufliche Architektin im Rahmen der Initiative HolzBauKultur der IBA Thüringen sowie bei DGJ Architektur.
Ihr Schwerpunkt liegt auf dem konstruktiven Holzbau an der Schnittstelle von interdisziplinärer Praxis, Forschung und Lehre. Seit Oktober 2026 ist sie als Senior Project Managerin beim Informationsdienst Holz tätig und widmet sich dort insbesondere dem Wissenstransfer im Holzbau.

Veranstaltungshinweis:
Die Veranstaltung wird fotografisch dokumentiert und die Aufnahmen für die Nachberichterstattung verwendet. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit dieser Nutzung einverstanden.